Heuschnupfen und Homöopathie

07.02.2026

Heuschnupfen nimmt seit mehreren Jahren deutlich zu und führt bei vielen Patientinnen und Patienten zu einer erheblichen Einschränkung des alltäglichen Lebens. Bei den Heuschnupfenallergenen unterscheidet man zwischen Inhalationsallergenen (z. B. Hausstaub, Tierhaare, Pollen oder Schimmelsporen), Nahrungsmittelallergenen (z. B. Weizen, Kuhmilch, Fisch, Eier, Früchte oder Soja) sowie Kontakt- und Insektengiftallergenen.

Heuschnupfen äußert sich meist als saisonale allergische Konjunktivitis und kann sich auch in Form eines allergischen Asthmas zeigen. Ursache ist eine Überreaktion des Immunsystems, das eigentlich harmlose Stoffe fälschlicherweise als Bedrohung einstuft.

Die Pollensaison beginnt in der Regel im Februar und dauert bis September, wobei allergische Beschwerden durch andere Allergene auch ganzjährig auftreten können. Eine klare Diagnose durch eine Allergologin oder einen Allergologen ist wichtig, um festzustellen, ob eine Heuschnupfenallergie vorliegt und welche Allergene dafür verantwortlich sind.

Typische Symptome sind Juckreiz in der Nase, Niesattacken, klares Nasensekret, brennende oder tränende Augen, ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und gelegentlich auch Fieber. Bleibt ein Heuschnupfen unbehandelt, kann er sich im schlimmsten Fall zu einem allergischen Asthma weiterentwickeln.

In der Schulmedizin erfolgt die Behandlung meist mit Antihistaminika, kortisonhaltigen Nasensprays sowie Cromoglicinsäure zur Prophylaxe. Zusätzlich können verschiedene Maßnahmen helfen, die Beschwerden zu lindern: Fenster während der Hauptpollenflugzeit geschlossen halten, sportliche Aktivitäten im Freien reduzieren, Wäsche nicht draußen trocknen, sich nicht im Schlafzimmer umziehen, die Haare bevorzugt abends waschen, die Wohnung regelmäßig feucht reinigen sowie während der Pollensaison Pollenschutzgitter anbringen.

Die homöopathische Behandlung des Heuschnupfens ist eine Konstitutionsbehandlung und sollte idealerweise außerhalb der Pollensaison begonnen werden. Die Symptome werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als Ausdruck einer gestörten Konstitution verstanden. Auf Grundlage der Gesamtheit der Symptome wird ein individuelles Konstitutionsmittel ausgewählt, das – wie in der klassischen Homöopathie üblich – in ansteigend höheren Potenzen verabreicht wird. Der Erfolg der Behandlung zeigt sich in einer deutlichen Minderung der Beschwerden in den folgenden Pollensaisons.

Entscheidet man sich während der Saison für eine homöopathische Behandlung im akuten Zustand, wird zunächst ein Akutmittel gewählt, das gezielt die aktuellen Symptome lindert und in niedrigen Potenzen eingenommen wird. Anschließend erfolgt die Auswahl des Konstitutionsmittels.

Während der homöopathischen Behandlung sollten schulmedizinische Medikamente weiterhin eingenommen werden. Bei erfolgreichem Verlauf kann deren Dosierung schrittweise und in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt reduziert werden.

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Quellen:

– Praxisleitfaden Allgemeinmedizin, Hrsg.: Gesenhues, Ziesché, Verlag Urban & Fischer

– Leitfaden Homöopathie, Hrsg.: Geißler, Quak, Verlag Urban & Fischer

– Homöopathie in der Kinder und Jugendmedizin, Hrsg.: Pfeiffer, Drescher, Hirte, Verlag Urban und Fischer