ADHS und Homöopathie?

Veröffentlicht am 26. November 2013
  1. Was ist ADHS?

Ob der Philipp heute still, wohl bei Tische sitzen will?“-So beginnt die Geschichte vom Zappelphilipp. 1845 hat sie der Arzt Heinrich Hoffmann im „Struwwelpeter“ veröffentlicht. Ihr Ende ist bekannt: „Er gaukelt und schaukelt, er rappelt und zappelt auf dem Stuhle hin und her.“ Der Zappelphilipp kann nicht still sitzen-und kippt am Ende um, Gedeck und Essen mit sich ziehend. Kommt es Ihnen bekannt vor? Eine gute Beschreibung für ADHS.

 

Dieses Aufmerksamkeits-Defizit/ Hyperaktivität-Syndrom wird im ICD-10 (International Codes Classification of Diseases) als Hyperkinetischen Störungen bezeichnet. Es wird charakterisiert durch einen frühen Beginn vor dem 6. Lebensjahr. Das Kind fühlt sich oft isoliert und die gesamte Familie wird dadurch betroffen.

 

Die Kardinalsymptomen sind:

  • Aufmerksamkeits-Defizit, vorzeitiges Abbrechen von Aufgaben, häufiger Wechsel von einer Aktivität zur anderen, ungenügende Konzentration für eine bestimmte Aufgabe
  • Überaktivität, exzessive Ruhelosigkeit besonders in Situationen die Ruhe verlangen, Herumlaufen, Herumspringen, Sitzenbleiben bei der Aufforderung aufzustehen, ausgeprägter Redseligkeit, Lärmen, Wackeln, Zappeln
  • Impulsivität, Nicht-Warten-Können bis sie an der Reihe sind, Einmischen, Unterbrechen,
  • Gefahrenblindheit in gefährlichen Situationen
  • Distanzlosigkeit in sozialen Beziehungen

Vorkommen:

  • Geschlechtsverhältnis 1:3 (Mädchen: Jungen)
  • ADHS betrifft 4-8% aller Schulkinder in Deutschland, 9,2% international
  • Mädchen leiden häufiger unter ADS (Träumerin) und fallen deswegen weniger auf.
  • Häufigkeit im Erwachsenenalter 1,3%-4,7%

Ursachen:

  • Neuro-biologische Störung
  • Genetischer Faktor
  • Umwelttoxine und allergische Reaktionen auf Umweltreize
  • Perinatale Komplikation
  • Psychosoziale Faktoren

 

Therapie:

Homöopathie, Pädagogische Therapie Maßnahmen, Psychotherapie, Medikamentöse Behandlung, Ernährungsumstellung

 

Begleitstörungen:

Umschriebene Entwicklungsstörungen (Lernstörungen und motorische Ungeschicklichkeit), Störung des Sozialverhaltens, Suchterkrankungen, Depressive Störungen, Angststörungen

2. Wie kann ich diesen Kindern und Ihren Familien helfen?

Durch eine ausführliche Anamnese kommen individuelle Symptome meistens ans Licht. Diese Symptome ermöglichen es mir ein Arzneimittel zu verschreiben. Mit Folgeterminen können wir feststellen, ob Besserungen eingetreten sind. Dazu sollen auch Lebensangewohnheiten umgestellt werden. Eine psychologische Unterstützung ist meistens erforderlich, damit alle Familienmitglieder mit der Problematik besser umgehen können. Je früher Sie die homöopathische Behandlung beginnen, desto größer sind die Chancen, dass das betroffene Kind Besserung erlebt. Es ist meistens ein langer Weg. Der Druck der Schule wird immer größer und jeder braucht in seinem Leben Erfolgserlebnisse. Dazu sind zwei Komponenten erforderlich die Wertschätzung und Lebenslust. Dabei helfe ich Ihnen gerne!

 

 

Quellen:

- Internationale Klassifikation psychischer Störungen, Hrsg. Pfeiffer, Drescher, Hirte, Verlag Huber

- Intensivkurs, Psychiatrie und Psychotherapie, Hrsg. Lieb, Frauenknecht, Brunnhuber, Verlag Urban & Fischer

- Homöopathie in der Kinder-und Jugendmedizin, Hrsg. Pfeiffer, Drescher, Hirte, Verlag Urban & Fischer

- Schule und Wir, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Nummer 4, 2013


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